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Was sind Jahreskreisfeste?



Die Natur, Himmelssterne, Sonne, Mond - wiederholt sich in stetigen Zyklen. Im Verlauf eines Jahres zeigen sich besondere Tage und Nächte, an denen die Natur eine Veränderung vollzieht. Um stärker in die Verbindung mit der Natur zu gelangen, werden diese Tage und Nächte der Veränderung gefeiert - mal besinnlich, mal ausgelassen - ganz im Zyklus der Natur. Der Wechsel der Jahreszeiten, der Verlauf von Sonne und Mond zeigen uns, dass sich das Rad der Zeit immer dreht. Mit Geboren werden und Vergehen zeigt uns Mutter Natur, dass alles in der Natur und in UNS einen Platz hat.


Diese spirituelle Ansatz hat tiefe Wurzeln. Sie reicht in unseren Breitengraden zu der Naturreligion der Kelten zurück, in der Pflanzen und Bäume kraftvolle Wesen zugesprochen worden sind und zu bestimmten Daten die Veränderung der Natur ganz bewusst wahrgenommen wurde - die Jahreskreisfeste. Unabhängig von der Christianisierung der Jahreskreisfeste, wollen wir die alten Traditionen und Zeremonien aufleben lassen und uns tiefer in den Zyklus der Natur begeben. Die Seele jeder Phase der Natur spüren und uns hineinfallen lassen.


Das Jahresrad durchläuft acht Veränderungen. Mittwinter (Yule) und Mittsommer (Litha) symbolisieren die gegensätzlichen Pole - die Dunkelheit und das Licht. Als Sonnenfeste werden sie zu den Nächten der längsten Nacht oder des längsten Tages gefeiert. In der Regel am 21.12 und 21.06.

Die Sonnenfeste Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleiche (Ostara und Mabon) stellen den Wendepunkt der Sonne dar. Der Tag und die Nacht sind gleich lang. In diesen Tagen befindet sich alles im Gleichgewicht. (21.03 und 21.09).


Zu den 4 Sonnenfesten stehen 4 Mondfeste den Gegenpol da. Diese Feste werden im Verlauf der Voll-/Neumonde gefeiert. Imbolc (2. Vollmond nach Yule) ist das Fest des Wiedererwachens der Natur. Die Winterruhe hat ein Ende. Beltane (5. Vollmond nach Yule) steht für die Fruchtbarkeit der Erde und das Strahlen des Feuers. Lugnasadh (8. Vollmond nach Yule) ist der Beginn der Ernte und der Kräuterweihe. Der Herbst steht vor der Tür und wir bereiten uns auf den Winter vor. An Samhain (11. Neumond nach Yule) bettet sich Mutter Natur zur Ruhe. Wir gedenken der Ahnen und lassen Altes los.


Von der Geburt des Frühlings, die Blüte sowie die Phase des Wachstums allen Lebens, bis hin zum Vergehen und Besinnen in der dunkleren und kalten Jahreszeit, zeigt uns Mutter Natur unser Spiegelbild.


Die Feste richten sich nach dem Verlauf der Sonne und des Mondes. Doch wozu in der heutigen Zeit auf den Sonnen- oder Mondverlauf achten? Wenn es dunkel wird, mach ich einfach das Licht an! Wenn mir kalt ist, drehe ich die Heizung auf! Auf diese Annehmlichkeiten wollen wir nicht verzichten. Allerdings kann sich ein Gefühl der Leere in uns öffnen, wenn wir uns von der Natur entsagen. Stress, Rastlosigkeit, stetige Leistungsbereitschaft und Isolation sind die Dämonen unserer Zeit. Mit dem Besinnen, dem Feiern der Jahreskreisfeste sowie dem Wiederbeleben von Ritualen können wir unseren Herzen wieder Geborgenheit und Wärme geben. Wir schenken uns Zeit und eine Ort an dem alle Gefühle ihren Platz haben.


Deine Erika & Olga


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